3 Südtirol auf der Friedenskonferenz von Saint – Germain

Viele Südtiroler/innen haben es bereits vergessen welches Leid ihnen durch Italien angetan wurde. Daher möchte der Andres Hofer Bund Tirol sie durch die Schilderung er damaligen Ereignisse daran erinnern. Lerne Geschichte

Nach der Niederlage der Mittelmächte im Ersten Weltkrieg forderte Italien von den Alliierten die im Londoner Geheimvertrag versprochenen Territorien. Bei den Friedensverhandlungen von Saint-Germain trat immer wieder die Diskrepanz zwischen den Garantien der Vorverträge, in denen kaum Rücksicht auf die nationalen Rechte anderer Völker genommen worden war, und den 14 Punkten des amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson zutage. Allein schon das von Wilson vorgesehene Selbstbestimmungsrecht der Völker stand im Widerspruch zu den territorialen Forderungen Italiens. In sich enthielten die 14 Punkte Willsons zwei völlig unvereinbare Prinzipien, nämlich das Prinzip der nationalen Selbstbestimmung und das Prinzip der übernationalen Autorität. Es war schließlich das Prinzip der übernationalen, das zugunsten der nationalen Selbstbestimmung untergehen musste.

Für Italien stand von vornherein fest, dass es auf das Trentino und Südtirol nicht verzichten werde. Trotzdem versuchten Südtiroler wie Nordtiroler und Österreicher einen akzeptablen Ausweg, eine Lösung zu finden, damit zumindest Südtirol nicht direkt auf Italien übergehe. Der Historiker Richard Schober hat in seinem Buch “Die Tiroler Frage auf der Friedenskonferenz von Saint–Germain“ die Überlegungen und Projekte dargestellt, die für eine Rettung Südtirols gemacht wurden, und ist der Frage nachgegangen, ob es eine Möglichkeit gegeben hätte, die Landeseinheit Tirols zu retten.

Im Herbst 1918, am 3. November, dem Tag des Waffenstillstandes, forderte ein Artikel der „Neuen Tiroler Stimme“ die sofortige Ausrufung eines unabhängigen Freistaates Tirol. Tirol sollte eine neutrale, selbstständige Republik werden, ein Pufferstaat zwischen Deutschland und Italien. Es gelang nicht, die von den Südtiroler Politiker geforderte Neutralisierung bzw. Verselbstständigung Tirols durchzusetzen, die Tiroler Landesregierung war zu sehr von der österreichischen Staatsregierung abhängig, und die Zeit eilte ihr davon, den Frankreich hatte den März 1919 als Endtermin für einen Anschluss gesetzt.

Die „Tiroler Volkspartei“ wollte am 3. Mai 1919, also nach den Anschlussverbot für Österreich an Deutschland, die Selbstständigkeit Tirol proklamieren, was sie aber unter dem Druck des Staatskanzlers Renner, der Tiroler Sozialdemokraten und der großdeutschen Richtung in der „Deutschfreiheitlichen Partei“ aufgeben musste. Soweit also dieses Projekt einer neutralen Republik.

Am 13. Mai 1919 reiste eine österreichische Delegation mit Tiroler Experten nach Saint-Germain. Die Stimmung der Reisenden war gespannt, da die Südtirolfrage den internen Konsens zu zerreißen drohte. Karl Renner war sich dessen bewusst. Deshalb hatte er schon vorher Italien vorgeschlagen, Südtirol (damals noch Deutschtirol) militärisch zu besetzen mit einer „Etappenstation“ am Brenner, die Zivilverwaltung aber bei Österreich zu belassen. Dieser Vorschlag Renners wurde nicht beantwortet. Man wusste in Nordtirol wie in Südtirol, dass man bei denn Verhandlungen wenig zu erwarten hatte. Die Südtiroler unterbreiteten den Abreisenden bereits den Wunsch einer Autonomielösung. Auf der Konferenz bot Österreich Italien die Neutralisierung Südtirols bzw. Gesamttirols oder die Besetzung Südtirols durch italienische Garnisonen an. Dazu kam noch das weitere Angebot einer Annexion Südtirols durch Italien, wobei Südtirol wirtschaftlich und zollpolitisch mit Österreich vereint bleiben sollte. Im Laufe der Verhandlungen kam als weitere Lösungsmöglichkeit, „die Neutralisierung ganz Deutschösterreichs als fixer Punkt der politischen Rückzugslinie hinzu. Der Problemkreis der Internationalisierung wurde ebenfalls wesentlich erweitert. Als Alternative zur militärischen Lösung nahm man als weitere Möglichkeit die Internationalisierung der Verkehrswege und der Wirtschafts- und Finanzgebarung bzw. deren Kontrolle in den Katalog der politischen Rückzugslinie auf. Auch die Facetten des Bereiches „Selbstständigkeit“ wurden zahlreicher …Im Falle der endgültigen Annexion Südtirols durch Italien setzte man eventuellen Autonomieverhandlungen folgende Rückzugslinie feste: 1. Südtirol erhält eine eigene Legislative und Verwaltung. 2. Es werden selbstständige Verwaltungseinrichtungen analog der deutschösterreichischen Verfassung geschaffen, 3. Aufrechterhaltung der autonomen Einrichtungen wie vor dem Umsturz“.

Österreich war bei den Friedensverhandlungen in und um Paris, die von Jänner bis September 1919 andauerten, ein unterlegener Staat und wurde auch dementsprechend behandelt. Bezüglich Südtirol wurde und wird immer wieder die Frage aufgeworfen, ob der amerikanische Präsident die Annexion verhindern hätte können. Richard Schober meint, dass Präsident Wilson Südtirol den Italienern schon

Ende Jänner 1919 zugesagt hatte. Mitte Jänner hatte der Präsident Erkundigungen über die Bevölkerungszahl der Deutschen Südtirols eingeholt. Die Vereinigten Staaten waren nicht an den „Rat der vier“ das höchste Gremium der Konferenz, gebunden. Die Italiener bezogen sich bei der Verhandlung nicht auf den Londoner Geheimvertrag, sondern traten mit dem strategischen Argument, die Brennergrenze böte eine militärische Sicherheit für den Staat Italien, an den Verhandlungstisch. Später im Jahre 1922, bestätigte Wilson, dass der Brenner aus strategischen Überlegungen Italien zuerkannt worden sei. Bei dieser Gelegenheit betonte der Präsident, dass ihm dies eigentlich leid tue, entschuldigte dies aber, indem er sagte, er habe die wirkliche Lage des Landes Südtirol und seiner Bevölkerung nicht gekannt, als diese Entscheidung getroffen wurde.

Der Tiroler Landeshauptmann Josef Schraffl hatte sich in einem Telgramm am 17. Mai 1919 noch einmal um die Selbstständigkeit Tirols bemüht, um Südtirol vor der Annexion zu retten. Dementsprechend der gespannten Lage in Tirol schrieb er: „Stimmung in Tirol äußerst erregt. Bevölkerung und sogar deutschfreiheitliche Presse verlangen sofortige Erklärung der Selbstständigkeit“. Noch während des Telegramms nach Wien gesandt wurde, erhielt Renner die endgültige Mitteilung über den Verlust Südtirols.

Eine Möglichkeit zur Errettung Südtirols wäre ein Strategiewechsel der österreichischen Verhandlungen gewesen. Allerdings hätte sich Österreich vom Deutschen Reich abkehren und Frankreich zuwenden müssen. Ein für die damalige politische Lage völlig undenkbarer und unzumutbarer Schritt. Die Übergabe des ersten Teils der Friedensverhandlungen an Österreich erfolgte am 2. Juni 1919. Diese Friedensbedingungen beinhalteten den Verlust Südtirols. In Südtirol war die Stimmung innerhalb der Bevölkerung gedämpft. Man konnte es einfach nicht glauben, dass Tirol zerrissen werde. Als die Annexion bekanntgegeben wurde, sprach man von einer baldigen Wende. Österreich werde Südtirol nicht im Stich lassen, Italien könne Südtirol nicht halten. Es dauerte lange, bis der einfache Mann aus dem Volk die Annexion glaubte.

Die folgenden Generation und deren Kinder leisteten Widerstand gegen die anlaufende italienische Assimilierungspolitik, und zwar in der Zeit, als der Widerstand fatale Folgen haben konnte. Mit Recht plagte die Südtiroler eine böse Vorahnung: Drei Jahre vor der faschistischen Machtergreifung tendierten italienische politische Bewegungen in die Richtung eines totalistischen Systems. Als kleine Minderheit einem national aufblühenden Staat anzugehören bedeutete soviel wie den Verlust der Identität.

Schon Jahre vor Kriegsende arbeitet Ettore Tolomei und ein eigenes Team an der Vorbereitung der Annexion Südtirols. Dieses Amt war das „Ufficio die preparezione per il trattamento del germanesimo cisalpino“ (Amt zur Vorbereitung der Behandlung des cisalpinem (südlich der Alpen) Deutschtums).Es wurde von der königlichen Geographischen Gesellschaft finanziert, Sitz der gesamten Propagandamaschinerie gegen das Deutschtums Südtirols und für den Erwerb des Landes. Vorsitzender dieses ufficio wurde Tolomei, der dafür sorgte, dass es nach Bozen verlegt wurde und in einen besser klingenden, demokratischen Namen umbenannt wurde, in „Commissariato lingua e cultura per l ´Alto Adige“ (Sprach – und Kulturkommissariat für das Oberetsch).

Es war also schon vor Kriegsende geplant, Südtirol um jeden Preis zu annektieren, und zwar von den Nationalisten, die mit den späteren Faschisten vieles gemeinsam hatten. Die italienische Regierung ließ ihnen, obwohl sie noch eine kleine Bewegung waren, völlig freien Lauf und unterstützte sie. Aus solchen Überlegungen wird klar, dass die Annexion Südtirols das Ergebnis des italienischen nationalistischen und expansionistischen Imperialismus war.

4 Südtirol zwischen 1919 und 1922
In der Zeit von 1919 bis zur faschistischen Machtergreifung 1922 schien die Lage Südtirols nicht aussichtslos. Es erweckte den Anschein, als setze sich der Autonomiegedanke durch, als mache die italienische Regierung jene nötige Zusicherung, um die völkische Minderheit zu sichern. Ministerpräsident Francesco Saverino Nitti und sein Kabinett versuchten eine Abkehr vom nationalistischen Kurs. Innerhalb der politischen Prominenz der Opposition und des Verwaltungsapparates setzte sich aber die nationalistische Ideologie immer mehr durch. Die Regierung bis zum Antritt Mussolinis stellten zwar die Liberaldemokraten; dadurch, dass die „Partito Popolare Italiano“ gegründet wurde, verloren die Liberaldemokraten viele Wählerstimmen. Zudem gelang es ihnen nicht, der Bewegung einen Sammlungscharakter zu geben. Der italienische Historiker Carmine Chiellino erklärte das Scheitern der Liberaldemokraten wie folgt: „Als innere Ursache des Hegemonieverhaltens der Liberaldemokraten ist vor allem die schwache theoretische Ausarbeitung des ideologischen Zusammenhaltes der parlamentarischen Fraktion anzusehen; sie betrachtete sich noch immer als Vertreterin einer begrenzten Wählerschaft aus dem 19.Jahrhundert und war deswegen nach der Wahlreform nicht in der Lage, der neuen Wählerschaft als einheitliche politische Organisation entgegenzutreten und sich durch eingemeinsames politisches Programm als moderne, zeitgemäße Partei vorzustellen. Als Ministerpräsident Antonoi Salanda 1922 diese Fehlentwicklung mit Bedauern feststellte, war es bereits zu spät; der Faschismus bereitete sich darauf vor, durch die Leggi fascistissime (faschistische Gesetzgebung) die Parteidialektik, die Grundlage des Parlamentarismus, abzuschaffen“.

Die nationalistische – faschistische Bewegung hatte noch keine endgültige wissenschaftlich abgesicherte Ideologie. Ähnlich dem deutschen Hitlerismus ließ sie viele Türen offen, so dass sich verschiedene gesellschaftliche Schichten von ihr angesprochen fühlten konnten. Die Zeit bis 1922 gilt als demokratische Zwischenperiode. Vier Südtiroler Vertreter wurden im Mai 1921 ins römische Parlament entsandt: Friedrich Toggenburg, Karl Tinz, Eduard Reut-Nicolussi und Wilhelm von Walther. Ministerpräsident Nitti hatte am 20. Juli 1919 im römischen Parlament erklärt, die italienische Regierung beabsichtigte, gegenüber ihren neuen Untertanen deutscher Nationalität in Beziehung auf Sprache, Kultur und wirtschaftliches Interesse eine in weiten Maße liberale Politik zu betreiben. König Viktor Emanuel sprach am 1. Dezember ähnlich klare Worte: „Die neuen an Italien angegliederten Gebiete stellen uns vor die Lösung neuer Aufgaben. Unsere freiheitliche Tradition wird uns den Weg weisen, auf dem wir in größter Achtung vor den lokalen autonomen Einrichtungen und Gebräuchen deren Lösung finden können. Die feindliche Haltung gegenüber Südtirol trat nach 1921 immer stärker zutage: Die Südtiroler Abgeordneten wurden mit ihren Anliegen immer häufiger abgewiesen. Im Trentino erfolgten Drohungen gegen sie. Zeitweise waren die Abgeordneten so stark gefährdet, dass sie in Rom und auch in Bozen polizeilich geschützt werden mussten.

Viele Historiker unterteilten in ihren Untersuchungen die italienische Südtirolpolitik zwischen 1918 und 1921 in drei Phasen. Die erste Phase dauerte vom 3. November 1918 bis zum 31.Juli 1919. Nach außen hatte die Regierung Orlando / Sonnino und die Militärverwaltung Guglielmo Pecori-Giraldis einen demokratischen Charakter. Der nationalistisch gesinnte Sidney stand einer Endnationalisierung Südtirols nicht abgeneigt gegenüber. Immerhin schickte er Tolomei als Kulturkommissär nach Bozen. Der Einfluss Tolomeis auf die Verwaltung Pecori-Giraldis war aber nicht wesentlich. In Südtirol blieb die Lage im Großen und Ganzen dieselbe wie in Österreich.

Die zweite Phase dauerte solange, wie das Kabinett Nitti / Tittoni (Juni 1919 bis Juni 1920). In dieser Phase fallen die ehrlichen demokratischen Autonomievorstellungen der italienischen Regierung. Aufgrund inner- und außenpolitischer Schwierigkeiten konnten Nitti und Tittoni ihr autonomistisches Programm nicht realisieren.

In der dritten Phase übernahm wieder der liberale Giolitti das Ministerpräsidentenamt. Gerade in seiner Zeit nahmen nun die nationalistischen und faschistischen Kräfte erneut zu. Obwohl in der Regierung noch die Meinung vertreten war, man müsse die Südtiroler so behandeln, dass sie es nicht bedauerten, Italiener geworden zu sein, erfolgte die erste faschistische Aktion in Südtirol (Blutsonntag Sturm aufs Rathaus Bozen). Nationalismus und demokratisch Minderheitenpolitik waren nicht mehr vereinbar: „Deutsch bleiben wollen, heißt antifaschistisch sein“, sagte der faschistische Provinzialsekretär in Bozen Alfredo Giarratana. In diesem Sinne kann die italiensche Südtirolpolitik kurz vor der Machtergreifung der Faschisten interpretiert werden. Als später die Faschisten im Parlament die Mehrheit hatten, war das Schicksal der deutschen und der ladinischen Sprachgruppe besiegelt. Der Hass gegenüber der Südtiroler Minderheit führte zu Tätlichkeiten. Am Wahltag 1924 wurden zwei Südtiroler Abgeordnete überfallen und verprügelt. In der zweiten Wahlperiode fielen den Südtirolern nur mehr zwei Abgeordnete zu. Nach 1929 besaßen sie keine Vertreter mehr im römischen Parlament.

Benito Mussolini ließ 1922 nicht das später gewaltsame Endnationalisierungsprogramm erkennen. Er sicherte damals den Südtirolern ein freies kulturelles Leben zu, wenn sie, die Südtiroler Parteien, „Sich verpflichteten, die Frage der deutschen Minderheit in Südtirol im Vertrauen auf eine gerechte Behandlung durch die Regierung rein intern, also nicht auf internationalen Tagungen zu vertreten und dass die Deutschen auf jede Art irredentistische Propaganda oder Handlung verzichten.(Erinnert heute stark an die SVP). Dieser Vorschlag Mussolinis wirft ein diametrales Licht auf Südtirol. Er beweist aber die Abhängigkeit Mussolinis von der Politik des Faschistischen Großrates, der diesen „Burgfrieden“ des Duce ablehnte. Der Faschistische Großrat wiederum war dem Druck wirtschaftlicher und militärischer Kreise ausgesetzt, die für einen Schutz der Südtiroler Minderheit nichts übrig hatten. Schon bald leitete Mussolini seine Endnationalisierungspolitik in Südtirol ein; die Aussprachen mit dem Totengräber Südtirols Tolomei werden dazu wesentlich beigetragen haben.

Schlussbemerkung:
Seit dem 7. November 1918 trägt die Fahne am Grabe Andras Hofers zu Innsbruck einen Trauerflor. Und mit ihr wurden auch damals alle Schützenfahnen umflort (heute nicht mehr). Die einen die sich noch im österreichischen Landesteil erheben konnten – und die anderen, die eingerollt vor dem Zugriff der Faschisten gesichert werden mussten.

7.November 1918! – An diesem Tag marschierte die „siegreiche“ Armee Italiens in Bozen ein, und was nun folgte - war Leid!

Das Land wird besetzt. Bis Innsbruck, ja bis an die bayrische Grenze und bis Kärnten, schieben sich die Beatzungstruppen vor. Tirol gleicht einem Schwerkranken, der in tiefen Schlaf versinkt und nicht mehr richtig erkennt, was rings um ihn geschieht. Man hat oft, bei späteren Betrachtungen jener Tage, die auf den Waffenstillstand folgten, gefragt, warum Tirol sich damals nicht erhoben hat (wie z.B. Kärnten) Für diese Frage gibt es nur eine Antwort: Im November 1918 hatte Tirol keine wehrhaften Männer mehr im Lande, die es beschützen können. Die wenigen Kompanien, die heimmarschierten, sind zu schwach, um Italiener, Engländer und Franzosen den letzten Widerstand entgegen zu setzen. 40.000 Söhne des Landes liegen draußen auf den Schlachtfeldern Galiziens und Russlands, auf den Firnen und in den Schluchten der Heimatberge. 40.000 Tiroler, - die in dieser Stunde der Heimat fehlten, die sie brauchte die in dieser Stunde der Heimat fehlen, die sie braucht.

Und so vollzieht sich an dem Land ein Schicksal, das sich eben an einem Ohnmächtigen vollzieht, an einem der vor Erschöpfung nieder gebrochen ist.

Und als er aufwachte, ist seine Kraft gelähmt und seine Freiheit zerstört. Aber er rüttelte an seinen Fesseln und bäumte sich auf.

Mahnende Worte der Tiroler von gestern an die Tiroler von heute

Wir trugen die Fahne mit dem farbigen Band,
Wir trugen sie offen und innen im Herz,
Sie war uns nimmer ein wichtiger Tand.
Sie ging uns voraus bei Freude und Schmerz.

Wir gelobten bei unseren weiß roten Fahnen,
Gefolgschaft – denn wir waren die ewigen Treuen,
Auf dass wir aus Dunkel und Not, wie unsere Ahnen,
Uns bald der sonnigen Freiheit erfreuen.

Uns brannte die Seele in lohender Glut,
Wir standen stolz aufrecht und wurden nicht Knecht,
Wir schirmten im Sturm ein kostbares Gut
Und wahrten der Heimat geheiligtes Recht.

Wir Tiroler von gestern vergessen das nicht,
Wir halten voll Glauben, was niemals uns reute,
Wir fachen die Flamme zum ewigen Licht
Und heben sie leuchtend empor in das Heute!

W.M.

 

F.d.R.d.W. Ing. Winfried Matuella Obmann des Andreas–Hofer–Bundes Tyrol

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