II.  TIROL UNTER BAYERN

DAS UNGLÜCKLICHE ENDE DES DRITTEN KOALITIONSKRIEGES, DIE NIEDERLAGE BEI ULM UND DIE DREIKAISERSCHLACHT BEI AUSTERLITZ, HATTE ÖSTERREICH ZUM FRIEDEN VON PRESSBURG GEZWUNGEN, DER AM STEPHANSTAG 1805 UNTERZEICHNET WURDE UND DURCH DEN TIROL (UND VORARLBERG) VON SEINEM ALTEN STAMMLAND ÖSTERREICH, DEM ES SEIT 1336 ANGEHÖRT HATTE, LOSGETRENNT UND AUF NAPOLEONS DIKTAT AN DESSEN VASALLENSTAAT BAYERN ABGETRETEN WURDE. DAMIT WAR MIT EINEM FEDERSTRICH EINE VIELHUNDERTJÄHRIGE KULTURELLE, WIRTSCHAFTLICHE UND DYNAMISCHE VERBINDUNG ZERSTÖRT, DIE IN DEM GEBIRGSVOLK ZÄHE WURZELN GESCHLAGEN HATTE UND DEREN INNERE  FÄDEN NICHT ABRISSEN.

SCHWER TRAF DIE TRENNUNG KAISER FRANZ I.: „GEBIETERISCHE UMSTÄNDE MACHEN ES MIR ZUR NOTWENDIGKEIT, DER BEHERRSCHUNG DES LANDES TIROL ZU ENTSAGEN. WIE SCHWER DIESES OPFER MEINEM HERZEN GEFALLEN IST, WISSEN DIE BIEDEREN TIROLER ONEHIN. ICH VERLIERE KEINE WORTE DARÜBER, SIE WÜRDEN DIE WUNDEN NUR AUFREISSEN, WELCHE DIE DURCH EINE REIHE UNGLÜCKLICHER EREIGNISSE MIR ABGENÖTIGTE TRENNUNG VON SO WERTGESCHÄTZTEN UNTERTANEN MIR UND IHNEN SCHLUG.“ DIESE SICHERLICH AUFRICHTIGEN WORTE DES MONARCHEN IN EINEM HANDSCHREIBEN AN DEN LANDESGOUVERNEUR GRAFEN BRANDIS RÜHRTEN DIE HERZEN DER TREUEN TIROLER UND LIESSEN DIE GEWALTSAME TRENNUNG NUR UM SO BRENNENDER EMPFINDEN.

NOCH MEHR ZÜNDETEN ABER IN VIELEN TIROLERN DIE ABSCHIEDSWORTE DES JÜNGEREN BRUDES DES KAISERS, ERZHERZOG JOHANN, DER ALS OBERBEFEHLSHABER VON TIROL INFOLGE DER KRIEGSEREIGNISSE IM HERBST 1805 DAS LAND VERLASSEN MUSSTE. DER KAISERLICHE PRINZ, DER ZEITLEBENS MIT AUSSERGEWÖHNLICHER LIEBE AN DEM LAND UND SEINEN BEWOHNERN HING, SPRACH BEIM LETZTEN HÄNDEDRUCK, DEN ER MIT DEN ABGESANDTEN DER EINZELNEN TÄLER AM 4. NOVEMBER 1805  ZU BRUNECK TAUSCHTE, DIE  BESTIMMTE  ERWARTUNG AUS,

„DAS GEWISS DIE ZEIT KOMMEN WERDE, WO IHM DAS HOHE VERGNÜGEN WERDE ZUTEIL WERDEN, SICH WIEDER UNTER SEINEN LIEBEN TIROLERN ZU BEFINDEN“.

DIESE WORTE DES ERZHERZOG JOHANN VERNAHM AUCH ANDREAS HOFER, DER DEN VOLKSTÜMLICHEN PRINZEN SCHON EIN JAHR VORHER KENNENGELERNT UND IHN IM SANDHOF GASTLICH    BEGRÜSST   HATTE    UND    ALS    ABGESANDTER    DES PASSEIERS VON „ PRINZEN HANNES “ ABSCHIED NAHM, ABER WIE ALLE HOFFTEN, NICHT AUF IMMER. SEIT DIESER STUNDE BLIEB HOFER EINER DER GEHEIMEN VERTRAUENSMÄNNER JOHANNS UND SEIN GETREUESTER VEREHRER.

IM PRESSBURGER FRIEDEN WAR ALLERDINGS DIE BESTIMMUNG ENTHALTEN, DASS TIROL UND VORARLBERG „NUR MIT JENEN TITELN UND RECHTEN ABGETRETEN WERDEN, WIE ÖSTERREICH SIE  BESESSEN  UND NICHT ANDERS“.   DIE   LETZTEN   DREI  WORTE „ UND NICHT ANDERS “ HAT EIN JUNGER GEISTVOLLER BEAMTER DER ÖSTERREICHISCHEN FRIEDENSABORDNUNG, JOSEH FREIHERR VON HORMAYR, EIN GEBÜRTIGER TIROLER UND BEGEISTETER PATRIOT, DER SPÄTER ALS KAISERLICHER

INTENTAT EINE ENTSCHEIDENDE  ROLLE IM JAHR 1809 GESPIELT HAT, IM FRIEDENSTEXT DURCHGESETZT. AUF DIE FRAGE EINES HOHEN ÖSTERREICHISCHEN WÜRDENTRÄGERS, WAS DEN DIESER ZUSATZ BEZWECKE, ANTWORTETE HORMAYR: „BEIM NÄCHSTEN KRIEGSAUSBRUCH MÜSSEN UNS

DIE FREMDEN DIESE DREI WORTE TEUER BEZAHLEN.“ SO WAR IN VERSCHIEDENEN ÖSTERREICHISCHEN KÖPFEN SCHON IM AUGENBLICK DER ABTRETUNG TIROLS DER GEDANKE UND DIE HOFFNUNG AN EINE WENDE DES GESCHICKES REGE.

ZUNÄCHST SCHIEN ALLERDINGS, ALS WÜRDE DER GUTE WILLE DES NEUEN HERRSCHERS, DES BAYERNKÖNIGS MAX JOSEF, DIE ALTEN RECHTE TIROLS ACHTEN. DENN EINE TIROLER ABORDNUNG, DIE NACH VERÖFFENTLICHUNG DES KÖNIGLICHEN BESITZERGREIFUNGSPATENTS ANFANGS 1806 IN MÜNCHEN VORSPRACH, VERSICHERTE DER MONARCH IN GÜTIGEN WORTEN, DASS ER DES LANDES TRAUER UM DEN VERLUST DER ALTEN HERRSCHAFT UND EINES GUTEN LANDESVATERS, DEN ZU ERSETZEN ER SICH BEMÜHEN WERDE, WOHL BEGREIFE; AN DER VERFASSUNG SEINER LIEBEN, BRAVEN TIROLER WERDE ER KEIN JOTA ÄNDERN.

ABER WIE ES IM LAUFE DER GESCHICHTE OFT ZU GEHEN PFLEGT, ABSICHT UND WILLE DES OBERSTEN HERRN MÖGEN NOCH SO GUT SEIN, ÜBEREIFER, UNVERSTAND UND MACHTDÜNKEL DER UNTERGEBENEN, AUSFÜHRENDEN ORGANE VERKEHRTEN BEIDES IN DAS GEGENTEIL. EIN TRAGISCHES BEISPIEL WAR DIE REGIERUNG KAISERS JOSEF II.

SCHON NACH WENIGEN MONATEN MACHTEN SICH IN TIROL EINSCHNEIDENDE VERFÜGUNGEN DER BAYRISCHEN LANDESVERWALTUNG       BEMERKBAR, ZUNÄCHST  AUF FINANZIELLEM GEBIET. ES WURDE EINE LANDSCHAFTLICHE STEUER EINGEFÜHRT, DIE BISHERIGE MAUTORDNUNG AUFGEHOBEN, DIE ZÖLLE UND MAUTEN, EINE ANSEHNLICHE EINNAHMEQUELLE DER GEMEINDEN, WURDEN VOM STAAT IN ANSPRUCHUNG GENOMMEN, DIE REGIERUNG NAHM AUCH DAS VERMÖGEN DER GEMEINDEN UND DER STIFTUNGEN IN EIGENE VERWALTUNG. AM SCHWERSTEN WURD DIE BEVÖLKERUNG DURCH DIE ENTWERTUNG DES ÖSTERREICHISCHE PAPIERGELDES, DER SOGENANNTEN BANKOZETTEL, UND DIE HERABSETZUNG DER KAPITALSCHULDEN GETROFFEN, WODURCH Z.B. DIE SCHWAZER KREDITKASSE DEM RUIN ENTGEGENGETRIEBEN WURDE.

EIN BEISPIEL DER ALLGEMEINEN GELDNOT BIETET DER BRIEFWECHSEL ANDRE HOFERS MIT EINEM GLÄUBIGER, DEM MÜLLERMEISTER RÖSSL IN BOZEN. DER SANDWIRT, DEN SEINE EIGENEN SCHULDNER IN STERZING, HALL UND SCHWAZ IM STICH LASSEN, KLAGT IN SEINEM BRIEF VOM 29. OKTOBER 1807, DER BESONDERS DIE EHRLICHE, GEWISSENHAFTE ART HOFERS DEUTLICH BEKUNDET, RÖSSLER U. A. : „---- UND WAN MICH DIE LEIT NIT ZALLEN, SO WEISS ICH FREILLE NIT; MACHEN KHAN ICH KHEINS UND BIN DOCH UM DIE SACH GUET. DASS ICH BIN  HIER SO VERUNGLICHT WORDEN, DAS FÄLLT MIR SELBSTEN HART UND MUESSE MEIN GLÄUBIGERN ES LASEN ENTGELTEN, DASS ICH SIE NIT KHON ZALLEN, WI ICH VERSPROCHEN HABE.“ BEZEICHNEND IST DIESER BRIEFAUSSCHNITT  AUCH FÜR DIE AUSGEBREITETEN GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN DES SANDWIRTES, DER AUF SEINEN SÄUMERFAHRTEN UNZÄHLIGEMALE ÜBER DEN JAUFEN, DEN BRENNER UND DIE ELLBÖGNER HOCHSTRASSE INS INNTAL KAM. WO ER IN HALL EINE ART GESCHÄFTSSTELLE UNTERHIELT UND DORT MIT JOSEF IGNAZ STRAUB, DEM KRONENWIRT, DER  1809 MIT SPECKBACHER UND

EISENSTECKEN ZU DEN HÄUPTERN DES AUFSTANDES ZÄHLTE,  ENGE FREUNDSCHAFT PFLEGTE.  

DAS SELBSTBEWUSSTSEIN DER SEIT JAHRHUNDERTEN AUF IHRE FREIE VERFASSUNG STOLZEN TIROLER VERLETZTE DIE AUFHEBUNG DER ALTEN STÄNDISCHEN VERFASSUNG DURCH DIE BAYRISCHE REGIERUNG, DIE DAS LAND IN DREI KREISE, INN=, EISACK= UND ETSCHKREIS, EINTEILTE UND SOGAR DEN EHRWÜRDIGEN NAMEN TIROL AUS DER ÖFFENTLICHEN AMTSSPRACHE TILGTE. SOLCHE EINGRIFFE ERREGTEN IM VOLK ALLENTHALBEN UNMUT, DER DURCH DIE SCHIKANEN UNTERGEORDNETER BEAMTER, VON DENEN EIN BESONDERER STREBER    Z. B. IM  OBSTHANDEL  DIE  UMTAUFE   DER  BELIEBTEN KAISERBIRNE IN „ KÖNIGSBIRNE “ ANORDNETE, NOCH GESTEIGERT WORDEN. 

DEN SCHÄRFSTEN EINGRIFF IN DAS TIROLER VOLKSLEBEN BEDEUTETEN ABER DIE KIRCHLICHEN REFORMEN, DIE BALD NACH DER ÜBERNAHME DES LANDES EINSETZTEN. IM GEISTE DER AUFKLÄRUNG ZERSTÖRTE DAS BAYRISCHE MINISTERIUM MONTGELAS OHNE KENNTNIS UND ACHTUNG DIE IN TIROL SEIT JEHER FEST VERWURZELTEN, URALTEN RELIGIÖSEN EINRICHTUNGEN UND GEBRÄUCHE,  DIE MIT DEM LEBEN DER BAUERN UND, WAS BEDEUTUNGSVOLLER, MIT DEM GEMÜT DER TIROLER AUF DAS ENGSTE VERBUNDEN WAREN. IN DIESEN RÜCKSICHTSLOS DURCHGEFÜHRTEN NEUERUNGEN LAG DANN AUCH DIE HAUPTURSACHE DER VOLKSERHEBUNG IM JAHRE 1809.

BAYERN SCHRITT ZUNÄCHST AN EINE GRÜNDLICHE UMGESTALLTUNG DER VERHÄLTNISSE ZWISCHEN STAAT UND KIRCHE. DIE REGIERUNG FORDERTE DAS RECHT, IN KIRCHLICHEN ANGELEGENHEITEN ENTSCHEIDENT ZU BESTIMMEN, SIE NAHM DIE BESETZUNG DER SEELSORGESTELLEN FÜR SICH IN ANSPRUCH UND GEWÄHRTE DEN BISCHÖFEN NUR EIN VORSCHLAGSRECHT.  WEITERS WURDEN ZAHLREICHE GEISTLICHE PFRÜNDE UND KLÖSTER AUFGEHOBEN, SO STAMS, WILTEN, FIECHT, GRIES BEI BOZEN, NEUSTIFT BEI BRIXEN, MARIENBERG IM VINSCHGAU UND ST. MICHAEL AN DER ETSCH, DEREN VERMÖGEN EINGEZOGEN WURDE.  

IM HERZEN GETROFFEN WURDE DIE TIROLER BEVÖLKERUNG VOR ALLEM DURCH DIE EINSCHNEIDENTEN MASSNAHMEN AUF DEM GEBIET DER ÖFFENTLICHEN RELIGIÖSEN ÜBUNGEN. DIE CHRISTMETTE, VON ALTERSHER EINE DER SCHÖNSTEN GOTTESDIENSTFORMEN IM LAND, ZU DENEN UM DIE MITTERNACHTSSTUNDE DER CHRISTNACHT DIE BEVÖLKERUNG VON DEN HÖCHSTEN BERGHÖFEN ZUR DORFKIRCHE EILT, WURDEN VERBOTEN, EBENSO DAS DEM LANDWIRT SO VERTRAUTE WETTERLÄUTEN, DIE BITTPROZESSIONEN UND ÄHNLICHE EINRICHTUNGEN.

DA GAB ES DANN BALD EINEN OFFENEN KONFLIKT MIT DEN LANDESBISCHÖFEN BESONDERS MIT DEM ENERGISCHEN BISCHOF VON CHUR, KARL RUDOLF FREIHERR VON BUOL-SCHAUENSTEIN, DER SEINE RECHTE MUTVOLL VERTEIDIGTE UND SCHLIESSLICH SOGAR DES LANDES VERWIESEN WURDE. DIE BAYRISCHE REGIERUNG GLAUBTE, MIT ÄUSSEREN GEWALTMASSNAHMEN DIESE HEIKLE,  HERZ UND GEFÜHL BERÜHRENDE ANGELEGENHEIT SCHLICHTEN ZU KÖNNEN. SIE SETZTE JENE GEISTLICHEN, DIE SICH FÜR    DEN     CHURER    BISCHOF   UND    GEGEN    DIE    REGIERUNG AUSSPRACHEN, VON IHREN STELLEN AB UND BERIEF ANDERE, GEFÜGIGE BAYRISCH GESINNTE PRIESTER, DIE ABER WIEDER IM VOLK KEIN VERTRAUEN GENOSSEN.

IN HOFERS ENGERER HEIMAT FÜHRTE DIE BRUTALE AUSFÜHRUNG DER REGIERUNGSVERORDNUNG DURCH DEN BAYRISCHEN KREISKOMMISÄR VON HOFSTETTEN ZU BESONDERER GÄRUNG UND ZU STÜRMISCHEN AUFTRITTEN. AN STELLE DES ALTEN PFARRERS VON ST. MARTIN, DER SEINES POSTENS ENTSETZT WURDE, SETZTE HOFSTETT DEN KOOPERATOR HERMETER AUS ST. LEONHARD EIN, DER GANZ AUF DER SEITE DER REGIERUNG STAND, DAFÜR ABER JEDE SPUR VON ACHTUNG UND RESPEKT BEI DEM BAUERN EINBÜSSTE. WENN PFARRER HERMETER DIE KANZEL BESTIEG, BLIEB DIE KIRCHE LEER, WOLLTE ER EINE BEERDIGUNG VORNEHMEN, SO LIEFEN DIE SARGTRÄGER DAVON, BETRAT ER EIN HAUS, UM EINEM STERBENDEN BEIZUSTEHEN, FAND ER VERSCHLOSSENE TÜREN. DAGEGEN WOHNTE DAS VOLK HEIMLICH DEN GOTTEDIENSTEN IN VERBORGENEN RÄUMEN UND KELLERN, IN WÄLDERN UND HÖHLEN BEI, DA DER BISCHOF VON CHUR DEN TREUGEBLIEBENEN PRIESTERN DIE VOLLMACHT ERTEILT HATTE, IN DIESEN NOTZEITEN GEISTLICHEN TROST AUCH OHNE DIE SONST GEBOTENEN KIRCHLICHEN FORMEN ZU SPENDEN. 

DER SANDWIRT ERLEBTE DIESE VORGÄNGE MIT TIEFBEKÜMMERTEM HERZEN. DIE VERFOLGUNG UND VERBANNUNG DER PRIESTER UND IHRES OBERHIRTEN VERLETZTE SEIN RELIGIÖSES GEFÜHL UM SO MEHR , ALS ER MIT BESONDERER VEREHRUNG AN DEM KIRCHENFÜRSTEN VON CHUR HING,  DER IM OKTOBER 1805 AUF EINER VISITATIONSREISE IM SANDHOF EINGEKEHRT WAR UND DESSEN ZECHSCHULD, 21 FL.(KRONEN) UND 32 KR (KREUZER)., DER FROMME GASTGEBER ZU MESSSTIPENDIEN GEWIDMET HATTE. SEINE MILDE VERSÖHNLICHE GESINNUNG BESTIMMTE HOFER, ZUNÄCHST AUF DIE TALGENOSSEN BERUHIGEND EINZUWIRKEN; AUCH PFARRER HERMETER GENOSS ZU BEGINN SEINES WIRKENS NOCH DIE ACHTUNG HOFERS, DIE DEM PRIESTERLICHEN KLEID UND DER WEIHE GALT.

ALS ABER DIE UNZUFRIEDENHEIT UNTER DER BEVÖLKERUNG WUCHS UND DER GEWISSENSZWANG IMMER HÄRTER UND UNERTRÄGLICHER WURDE, DA GEHÖRTE AUCH  ANDREAS HOFER ZU JENEN MÄNNERN, DIE IM NOVEMBER 1807  IM GEHEIMEN BAUERNKONVENT BEI PETER MAYR, DEM WIRT AN DER MAHR BEI BRIXEN, ZUSAMMENTRATEN, UM DORT ÜBER EINE ABHILFE DIESER UNHALTBAREN ZUSTÄNDE BERATEN. DAMALS BEREISTE KÖNIG MAX JOSEF DAS LAND TIROL; SEINE NEUEN UNTERTANEN WOLLTEN   NUN  IN  EINER  DENKSCHRIFT  DEM  HERRSCHER   IHRE NOT KLAGEN UND VON SEINEM VÄTERLICHEN HERZEN LINDERNDE MASSNAHMEN ERBITTEN. ABER AUCH DIESER SCHRITT BLIEB ERFOLGLOS; DIE BAYRISCHEN BEHÖRDEN GELANGTEN ZUR KENNTNIS DER GEHEIMEN BAUERN= VERSAMMLUNG, VERHÖRTEN DIE EINZELNEN TEILNEHMER UND ENTLIESSEN SIE, U. A. AUCH DEN SANDWIRT MIT SCHARFEN VERWARNUNGEN.

WÄHREND NUN NACH AUSSENHIN DAS LANDD IN SCHEINBARER RUHE LAG, WUCHSEN LEIDENSCHAFTLICHER HASS, ERBITTERUNG UND ERREGUNG IN DEN HERZEN DER BEVÖLKERUNG UND ES BEDURFTE NUR EINES ZÜNDENDEN FUNKENS, UM DIE ALLGEMEINE ERHEBUNG AUFFLAMMEN ZU LASSEN.    

 

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