Währende Ideale des Risorgimento

Als Risorgimento ital. für Wiedererstehung wird die geschichtliche Epoche Italien zwischen 1815 und 1870 bezeichnet.

Irredentismus kommt vom italienischen Begriff terre irredente – unerlöste Gebiete die man zusammenführen möchte.

Wie noch nie in den Jahrhunderten seiner bewegten Geschichte liegt das Abendland (Europa) in einer Auseinandersetzung um seine Gestaltung und mit fremden aufsteigenden Erdteilen und Kulturen. Ist es angesichts dieser Lage zu verantworten, dass es in seinem Inneren Kämpfe fortgeschleppt und nährt, deren destruktive Auswirkung die jüngere Vergangenheit in so furchtbarer Weise geoffenbart hat und die in Gegensatz sowohl zu den eigenen nationalen Ansprüchen und Interessen der einzelnen Staaten und Völker wie in eklatantem Widerspruch zur Charta der Vereinten Nationen und den Menschenrechten stehen? Haben die nicht staatsführenden Nationalitäten Europas ein Interesse, sich für Europa zu schlagen, in dem Glück der Muttersprache, die Freiheit der Selbstverwaltung, das Recht auf umhegte Heimat in Frage gestellt sind? Es ist für Staaten und staatsführende Völker anmaßend, wenn sie auf der einen Seite an die europäische Solidarität appellieren und gleichzeitig die Grundsätze und Ordnungsprinzipien, deren Anerkennung und Gültigkeit sie an einer Stelle ihres Bereiches erwarten, an einer anderen ihrem Einfluss unterworfenen Stelle schmälern. Es steht außer Zweifel; solange es möglich ist, dass im Zeichen formaler Demokratie die Nationalstaaten nicht Recht und Freiheit in vollem Ausmaß erhalten; solange sie einem Staat nicht in einer ihren Lebensnotwendigkeiten Rechnung tragenden Form eingefügt, sondern eingepfercht sind; solange die Nationalitäten oder Volksgruppen in ihrem Lebensraum tagtäglich durch staatliche Einflussnahme beschnitten werden; solange Nationalitäten mit banger Sorge um ihr nacktes Dasein um ihre Rechte, um ihre ererbte Heimat ringen müssen, solange ist das Abendland nicht gesichert und die europäische Idee nur in Worten, aber nicht in Geist und Tat lebendig.

Italien nun hatte mit seinem im Zeitalter des Risorgimento entwickelten politischen Volksbegriffes und aus der damals ausgegebenen volkspolitischen Losung heraus ein europäisch ausgerichtetes Nationalitätenkonzept gefunden. Mit diesem hat es sich eine führende Funktion in der europäischen Ideenwelt errungen und einen wertvollen und zukunftsweisenden Beitrag zu einer politischen Neuordnung und Neueinteilung Europas auf der Grundlage wirklicher Völkergrenzen und nationaler gegenseitiger Anerkennung und Achtung geboten. Oberstes Prinzip sollte nach diesem Nationalitätenkonzept die Selbstbestimmung der Völker, die Übereinstimmung der Staats- mit den Völkergrenzen, die Erhebung der Völker zum Subjekt der staatlichen Souveränität sein. Die Überlegenheit dieses Prinzips vor einem bloßen nationalstaatlichen ausgerichteten ist offenkundig, wie weiterhin Zitate beweisen werden. Später brach allerdings in Widerspruch zu den Idealen des Risorgimento durch den aufkommenden imperialistisch und etatistisch belasteten Irredentismus und weiterhin durch den Faschismus eine Durchlöcherung des verkündeten Neuorientierungsprinzip ein (welches gewiss durch egoistische Momente für die Einigung Italiens ausgelöst war, aber dennoch europäische Weite in sich trug), indem in „sacro egoismo“ (heiligen Egoismus) den Volksbegriff mit dem nicht dazugehörigen politischen Dogma einer Alpenhauptgrenze (Brenner) und des geschlossenen mare nostro adriatico (unser Meer die Adria) verquickte.

Die Ideale des Risogimentos waren keineswegs nur Theorie, sie fanden praktische Anwendung. Italien setzte alles daran, vor der Weltöffentlichkeit zu beweisen, dass es in seinem Staat kein Gebiet einverleibt, dessen Bevölkerung sich nicht in freiem Willensentscheidungen, durch eine Volksbestimmungn der autochthonen Gebietseinwohnerschaft, zur Eingliederung in Italien bekannte. In einer Reihe von Plebisziten (es sind dies die ersten großen Anwendungsfälle des Abstimmungsprinzipes auf die Sanktionierung von Gebietsübergängen), entscheiden sich 1860, 1866 und 1870 die anfallenden Gebiete zur Vereinigung mit Sardinien, bzw. Piemont und Toskana, Parma, Modena, Romagna – auch in den Frankreich vertraglich zukommenden Savoyen und Nizza -, sodann im Oktober und November in den Marken, Umbrien und Neapel, im Oktober 1866 in allen Teilen Venetiens (?) und schließlich 1870 im Kirchenstaat statt. Anders nach 1918.

Die Volksabstimmung in Südtirol, im Trentino, in der Tarviser Gegend, in Triest, in Görz und Gradisca, in Istrien und Dalmatien haben bisher nicht stattgefunden. Sie sind nach wie vor ausständig.

Das Prinzip der Volksabstimmung ist eine Gegenwartsforderung

Es war seinerzeit von hoher Bedeutung, als der italienischen Ministerpräsident Dr. Giuseppe Pella am 13. September 1953 auf dem römischen Kapitol als Vorsitzender der Regierung und im Einverständnis mit dem italienischen Staatspräsidenten Dr. Luigi Einaudi erklärt hat, dass die heiligen Ideen der Volksabstimmung des italienischen Risorgimento nicht tot sind, dass sie wiederauferstehen und ihre Gültigkeit beweisen. Gerade für ein Land wie Südtirol war dieses Bekenntnis, getragen von den beiden höchsten Funktionären des Staates, getragen von der begeisterten Zustimmung der italienischen Parteien und der Nation, von eminenter Wichtigkeit. Nach den Irrungen und Wirrungen des Irredentismus und Faschismus und der Wiederkehr zur Demokratie, wie sie vom Risorgimento, das Italien aus der Vielstaaterei zur Einigung gebracht hat, aufs Panier erhoben worden war, greift Italien bewusst wieder das alte Nationalitätenprinzip der Selbstbestimmung auf. (hoffte man damals - doch gleichzeitig begann sich der Widerstand gegen das diktatorische Italien in Südtirol zu formieren).

Dies, so dachte man damals, ist sowohl nationalitäten- wie staatspolitisch und auch auf internationaler Basis von größter Tragweite. Pellas Rede auf dem Kapitol stellte ein politisches Faktum dar, dessen Realisierung auch Anliegen der damaligen Südtiroler Einheitspartei SVP war (zu Unterschied von heute), die sich ein uritalienisches Gedankengut zu Eigen machte, wenn sie den Gedanken der Volksabstimmung verwirklicht wünscht.

Zu Beginn seiner Rede wies Ministerpräsident Pella auf den Pakt hin, der in Rom am 10. April 1918 zwischen Italien und Jugoslawien unterfertigt wurde, in dem sich der italienische und jugoslawische Staat verpflichtete, etwaig auftauchende territoriale Streitfragen auf der Grundlage des Selbstbestimmungsrechtes zu lösen. Dies sei auch der Gedanke des amerikanischen Staatspräsidenten Wilson gewesen.

„Nicht die Gewalt, sondern die tief eingewurzelten Gefühle der Bevölkerung müssen entscheidend sein“,

erklärte Pella und fuhr, nach einer Apostrophierung Marschall Titos wegen seiner Rede in Okroglica fort:

„Imperialismus ist es, und daran besteht kein Zweifel, wenn man die grundlegendsten völkischen Gefühle verneinen will, wenn man die klare Anwendung des Rechtes durch Willkür ersetzt und an Stelle der tief eingewurzelten Gefühle der direkt Interessierten die Gewalt sprechen lässt… Die Grundsätze und Feststellungen der Dreimächte-Erklärung (vom 20. März 1948) fußte auf der Notwendigkeit, den demokratischen Forderungen der Völker entgegenzukommen. Gerade in diesen Tagen ereichte uns der dringende Appell der Bewohner der beiden Triester Zonen, die Lösung des Problems der interessierten Bevölkerung zu überlassen. Ihnen muss das Wort erteilt werden, ihnen steht das endgültige Urteil über ihr Schicksal zu. Die Formel der Volksabstimmung ist zur gleichen Zeit ein Eingehen auf die Wünsche der interessierten Bevölkerung und die praktische Verwirklichung der Drei-Mächte-Erklärung, die durch freie Antwort der Triestiner Bevölkerung den Beweis für die Richtigkeit ihrer Voraussetzungen und Grundsätze erhalten würde“.

„Nach unserm Ermessen“, erklärte Ministerpräsident Pell, „würde also die Volksabstimmung die Durchführung der Dreimächte-Erklärung darstellen. Sie bedeutet aber auch Anwendung jener Grundsätze, welche nicht nur die Basis des Rechtes und der internationalen Moral darstellt, sondern in feierlichen Dokumenten, an welche zweckmäßigerweise erinnert werden soll, beredten Ausdruck finden: Die Atlantikcharta, das Statut der Vereinten Nationen, welches auch Jugoslawien unterzeichnet hat“.

„Vorschläge sind in diesem Sinne von uns bereits in der Vergangenheit ausgegangen, doch möchten wir heute diesen Vorschlag noch einmal in förmlicher und feierlicher Weise vorbringen.“

„Wir sind für eine Volksabstimmung im ganzen Gebiet des Freistaates Triest auf Grund des demokratischen Prinzips, dass die Mehrheit darüber entscheiden soll, ob sie zu Italien oder Jugoslawien kommen will. Natürlich muss die Abstimmung ohne Anwesenheit von Truppen der interessierten Teile sein.

„Um die Einzelheiten der Volksabstimmung zu regeln, bringen wir eine Konferenz in Vorschlag, die innerhalb kürzester Frist auf neutralem Boden stattfinden soll. Daran sollen die Vertreter der Regierung Amerikas, Großbritannien und Frankreich zusammen mit jenen Italiens und Jugoslawien teilnehmen.“

„Der Vorschlag, den wir formulieren, liegt in der Tradition aller zivilen Völker: Ich möchte mit Luigi Einaudi erklären, dass die heiligen Ideen der Volksabstimmung unseres Risorgimento wiederauferstehen und beweisen, dass sie nicht tot sind“.

„Die Belgrader Regierung kann und darf die schwere Verantwortung nicht auf sich nehmen, unseren Vorschlag zurückzuweisen. Es sei aber klar ausgesprochen, dass alle,, sollte sie ablehnen oder eine Taktik der Verzögerung einschlagen, die entsprechenden Folgerungen daraus ziehen müssen.“

Aus den Worten Pella geht, wenn man zwischen den Zeilen liest ganz deutlich hervor: Wenn ein Volk unter dem Joch ausländischer Herrschaft gehalten oder gehindert wird, sich mit der eigenen Nation (für Süd-Tirol wäre das Österreich) zu vereinen, so haben die übrigen Volksgenossen das Recht, zu ihrer Befreiung und Vereinigung beizutragen, das heißt, ihnen zu Hilfe zu eilen. Alle Völker, die Nationalitätencharakter besitzen haben ohne Rücksicht auf Vorschriften und Verträge nicht nur das Recht des Menschen sich zu erhalten und zu verteidigen, sondern auch davon Gebrauch (durch Selbstbestimmung) zu machen. (Doktrin des AHBT)

Risorgimento und Tirol

Grundsätzlich hat das Risorgimento sich zur Anerkennung der Volksrechte bekannt. Indem seine führenden Männer für Italien das Selbstbestimmungsrecht in Anspruch nahmen, haben sie es auch anderen Völkern zugestanden. Die Abhaltung der Volksabstimmungen von 1860, 1866 und 1870 haben bewiesen, dass es ihnen ernst mit der Forderung nach freier Entscheidung des Volkes war; Pella hat es am 13. September 1953 und in der Folgezeit erneut bekundet, dass diese Idee des Risorgimento, über die man 1918 und bis heute sich hinweggesetzt hatte, noch lebendig ist. Daraus folgt die Abhaltung von Volksabstimmungen in jenen Gebieten, die 1918 bzw. 1945 aus anderen Staatshoheiten unter jener Italiens, in denen also die heilige Idee des Risogimento noch als unabdingbares Ideal der Durchführung harrt.

Zwischen dem deutschen und italienischen Tirol verläuft seit der Völkerwanderung eine klare Scheide von Volkstum und Sprache, welche von allen objektiv denkenden Menschen obwohl sie im Laufe der Geschichte durch Italien immer weiter nach Norden rückte, (Lavis, Salurn und wenns so weitergeht unter einer SVP bald der Brenner) anerkannt ist. Bereits auf dem Reichstag in Kremsier 1848 erklärte der welschtiroler Abgeordnete Baron Tuco: „Dass die Welschtiroler Italiener sind, wird doch niemand in Abrede stellen und ein Blick in die Sprachkarte zeigt, dass in Tirol eine Scheidewand zwischen bedeutenden Nationalitäten, dass dort keine Mischung besteht, wie in Galizien, Böhmen oder Mähren. In Tirol hört das deutsche Element auf, wo das italienische anfängt (er hat wohl seinerzeit die deutschen Sprachinseln vergessen).

Die provisorische Zentralregierung der Lombardei aber sagte 1848 in ihrem Aufruf an die Bevölkerung, in dem sie das Trentino für die Lombardei forderte: „Nie werden wir die Grenzen Welschlands überschreiten … Trient ist welsch und soll welsch bleiben. Bozen ist deutsch und soll immer deutsch bleiben. Denn unser Wahlspruch ist: Selbstständigkeit und Brüderlichkeit der Völker. Es lebe Deutschland. Es leben die tapferen Tiroler, ja, sie leben hoch.

Damals forderten auch die Welschtiroler Abgeordneten auf dem Frankfurter Reichstag am 3. Juni 1848 die verwaltungsmäßige Angliederung des Trentino an die damals österreichische Lombardei: „ Von der Salurner Klause nordwärts zweigt zur Rechten und zur Linken hohe Bergzüge ab, nur durch wenige Pfade durchschnitten. Über ihre Kämme verläuft im Westen der Sulzberg die lombardische, im Osten im Fassertal die venezianischen Grenze. Die Natur hat hier eine Scheidewand zwischen den beiden Nationen geschaffen. Die Völker haben sie respektiert und eine nationale Politik wird sie in Zukunft achten (wie man sich täuschen kann) Und nachdrücklich sagten sie bei der Begründung ihres Begehrens in einer Denkschrift: „Wir wollen damit beweisen, dass die Sprachgrenze mit der natürliche Grenze übereinstimmt. (jetzt wissen wir warum sie so an der Brennergrenze hängen).

Der italienische Dichter Antonio Gazzoletti (1813-1866) forderte 1860 als Nordgrenze Italiens „die Alpenkette, die vom Ortler zur Marmolata Zieht“; er nennt sie „eine von Natur vorgezeichnete“ und warnt, „nach dem Gebiet Brixen, Meran und Bozen zu trachten“.

Erinnern wir uns, dass schon Dante die Grenzen zwischen Deuschland* und Italien in den Bergen am Gardasee erblickte (vgl. Divina Commedia, L´Inferno XX, Vers 61-63);

Suso i Italia bella giace un laco
A pié dell´Alpe che serra Lamagno
Sovra Tiralli, che ha nomo Benaco.

Es liegt also nach Dante der Gardasee am Rande Italiens und oberhalb Deutschland* mit Tirol, wie auch Petrartca zwischen Italien und Deutschland die Alpen setzt;

Gut sorgte die Natur für unseren Staat,
Als sie den Schutz der Alpen
Zwischen uns und den deutschen Zorn stellt.

In diesem Sinne grüßt Dante vom italienischen Trient Walther im leider schon zu 75 Prozent italienischen – (tirolischen) Bozen.

Die italienische Regierung erstrebte im Jahre 1866 den Besitz des Trentino für Italien, lehnte jedoch den Gebietserwerb Südtirols mit der Begründung ab: „Die Grenze zwischen der deutschen und italienischen Bevölkerung verläuft zwischen Trient und Bozen“.

Der Schriftsteller G. Gambillo schreibt in Übereinstimmung mit den Trentiner Ausführungen von 1848, dass zu beiden Seiten der Salurner Klause die Bergkämme eine „scharfgezeichnete ethische Grenze“ bilden und das Land nördlich der Klause „dürfte aus Gründen der Geschichte, der Sitten und Gebräuche und der Sprache der Bevölkerung niemals an Italien angeschlossen werden, wollte dieses sich nicht derselben Gewalttätigkeit schuldig machen, deren Opfer es zu anderer Zeit selbst gewesen sei“. Und die Konfrontation mit einer Brennergrenze stellt er von der gemäß der Salurner Völkerscheide verlaufenden politisch-strategishen Grenz fest, dass sie „doch die gleiche Sicherheit bietet wegen des steilen Nordabhanges der Berge und wegen der vorzüglichen Talenge, die schwierig zu durchqueren und leicht zu verteidigen sei

Hier wurden aus dem Zeitalter des Risorgiomento nur einige Stimmen über die Zweckmäßigkeit und Gerechtigkeit der österreichisch –italienischen Grenzziehung in Tirol an der Sprach und Volksgrenze wiedergegeben. Auch aus späterer Zeit liegen Zeugnisse dazu vor und es sein nur an Cesare Battisti (1875-1916) erinnert, welcher die damalige Grenze zwischen Südtirol und dem Trentino als vorzüglich natürliche Grenze rühmte, der auch gegenüber Mussolini vor 1914 die Salurner Grenze hochgehalten und die Brennergrenze als unmoralisch abgelehnt hat.

Blickt man zurück auf die derzeitige Lage und die Entwicklung seit dem „Siegeszug“ des Risorgimento, so muss man feststellen, dass das von den Rechtswissenschaftler dieser Ära so hoch erhobenen Nationalitätenprinzip, das der stärkste Rückhalt der italienischen Einigung zwischen 1848 und 1870 gewesen ist, seither in zahllosen Fällen auf das Gröbste verletzt wurde, vielfach wider besseres Wissen und Gewissen missachtet worden ist und weiter missachtet wird.

In der Rede des Ministerpräsidenten Pella auf dem römischen Kapitol aber leuchtete das Ideal des Risorgimento kurz auf, das Idol der Freiheit, das lange in der Tyrannei des Staates Italien versunken schien eine Wiedergeburt zu erleben. Ja man vernahm die Botschaft wohl doch es fehlte, und die Geschichte hat es uns bis heute bewiesen, der Glaube dazu.

Pasquale Fiore Völkerrechtler (1837-1914). Für ihn ist das Recht der Nationalität „das erste grundlegende Recht, unbestreitbar, heilig und unverletzbar. Er unterschreibt auch die Tatsache der „natürlichen Zugehörigkeit“ von dem Recht, sich mit ihm zu vereinen. Jedes Volk, das von Natur aus einer Nation zugehört, habe trotzdem das Recht, von ihr getrennt zu bleiben (Wunsch der SVP); jede Einverleibung ohne Zustimmung sei ungerecht. Gleiches gilt aber auch, wenn dem Willen des Teiles eines Volkes, das sich mit der Nation, deren Teil es von Natur aus zugehört, vereint zu werden wünscht, keine Hindernisse (wie zur Zeit in Südtirol - siehe Referendum-Selbstbestimmung) in den Weg gelegt werden. Hier liegt ein ausgesprochener Akt der Ungerechtigkeit und Unterdrückung vor, dessen Gutmachung zu fordern ist.

Möge sich die hehre Überlieferung des italienischen Risorgimento wieder mit der Hoffnung auf eine baldige Rückkehr unseres südlichen Landesteiles zum Vaterland Österreich erfüllen. Daher LOS VON ROM durch Selbstbestimmung. Eine Forderung des Andreas–Hofer– Bundes Tyrol der ebenfalls sein („Risorgiomento“) Wiedererstehungsjahr feiert. Nach der Erstgründung 29. August 1919 wurde er 1938 von den Nationalsozialisten verboten. Vor 20 Jahren am 15. August 1994 hat er sich wieder gegründet.

Seit dieser Zeit kämpft er mit demokratischen Mitteln für die Wiedervereinigung Tirols. Er ist auch zu der Überzeugung gekommen, dass es heute, wie man nach der erfolgten Abstimmung am 12. Juni 2014 in der Region Veneto feststellen kann, nicht mehr allein Italien ist, das eine solche Abstimmung verhindert, sondern es sind die ca. 48 Prozent der Wählerschaft in Südtiroler selber, und zwar jene die immer noch eine Partei (SVP) wählen, die die Selbstbestimmung für Südtirol und damit das „Risorgimento“ (Wiedervereinigung bzw. Wiederherstellung) aus machtpolitischen Gründen verhindert. Wieweit der diesbezügliche Volkswille zu respektieren, ist eine andere Frage.

Man kann den mutigen Regionalrat des Veneto, diese Entscheidung getroffen zu haben, nur beglückwünschen. Mut, der einer SVP in Süd-Tirol leider fehlt.

Ziel für ein freies Südtirol kann daher nur die Selbstbestimmung sein und nicht der Ausbau (Autonomie) der Fremdbestimmung denn:

Wer sich selbst verlässt, der wird verlassen;
Das Volk, das an sich zweifelt,
an dem verzweifelt die Welt,
und die Geschichte schweigt auf ewig von ihm.
Unser Tiroler Volk ist in einem jeglichen von uns.
Darum lasset uns mutig sein! Daher Selbstbestimmung !!!

„Jedes Volk ist eine Schöpfung Gottes“ damit ein Wort des Hl. Clements von Alexandrien abgewandelt: „Volkstum, ist Fruchtboden des Geistes“. (Viecenzo Gioberti)

*Als deutsche Lande (Deutschland) wurden damals alle Länder bezeichnet in denen deutsch gesprochen wurde.


F.d.R.d.W. Der Obmann des Andreas-Hofer-Bundes Tyrol Ing. Winfried Matuella Juni 2014

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