Grüß Gott liebe Mitglieder und Freunde des
Andreas-Hofer-Bundes Tyrol!

Grüß Gott geschätzte Kameraden, Damen und Herrn!

Der Vereinsabend unseres Bundes findet am Samstag den 09. Februar 2013 wie immer im Gasthof Sailer in Innsbruck Adamgasse Nr. 8 statt. Beginn 19.30 Uhr. Wir wollen hoffen, dass auch jüngere Mitglieder und natürlich auch Freunde des Bundes sich die Zeit nehmen, und zu unser aller Freude erscheinen.

Weiter Termine:

Samstag 02. Februar 2013 Schützenball der Schützenkompanie Ehreburg im Vereinshaus von Kiens. Wie jedes Jahr liegt auch heuer eine Einladung zu diesem Ball vor.

Ab 20.00 Uhr: Stimmung mit der Gruppe“ Die Bergdiamanten“ Einlagen durch die Jugendvolkstanzgruppe von Pfalzen und heiße Rhythmen im Partyraum.

Samstag 02, Februar 2013 Festveranstaltung „650 Jahre Tirol zu Österreich“ in Bozen

Beginn 17.39 Uhr Aufstellung in der Laurinstraße, Landesüblicher Empfang, Marsch  nach Schloss Maretsch, Fastveranstaltung auf Schloss Maretsch. Ende ca. 20.30

Mittwoch 20. Februar 2013 Andreas Hofer Landesgedenkfeier am Bergisl mit anschließender Messe in der Hofkirche.

Aufstellen der Formationen um 8.15 Uhr. Beginn 8.30 Uhr. Laut Stauten Pflichttermin für jedes Mitglied. Fahneabordnung  um 7.15 Uhr im Gasthof Sailer. Adjustierung  C-Garnitur Lederhose.

650 Jahre Tirol bei Österreich oder nicht ? (auch der 53. Sandwirtsbrief befasst sich damit) Landefeier am 27.Jänner 2013 14.00 Uhr Innsbruck Rennweg

Als ich im Jänner 2013 auf dieses Ereignis aufmerksam machte, schrieb mir ein bekannter Schützenhauptmann nachstehendes: Danke für deine interessanten und ausführlichen geschichtlichen Erläuterungen! Diese berühren allerdings nicht die Tatsache, dass der Wortlaut der Übergabe–Urkunde (Text dieser Mitteilung beigefügt) von 1363 nie auf eine Übergabe Tirols an irgendeinen anderen Herrschaftsbereich (Land, Mark) hindeutet, sondern ausdrücklich (und nicht nur einmal) die unrevidierbare Übergabe aller Besitzungen und Rechte Margarethens an ihren leiblichen Verwandten (sie war die Tante von Rudolf IV.)  väterlicherseits persönlich, darstellte!

Natürlich ist mir auch bekannt, dass in der Vergangenheit historische Tatsachen von politischen Gruppierungen oder Politikern aus politischem Kalkül oder zur eigenem Profilierung nach Gutdünken, verfälscht und missbraucht wurden.

Aber muss man dieses üble Spiel wirklich mitmachen. Ich bin immer dafür bei den klaren Tatsachen zu bleiben.

Meine Antwort:

Du hast natürlich vollkommen Recht, aber es ist so eine Redewendung die offiziell immer so gebraucht wird. Österreich feierte im Jahre 1996 (996) die erste urkundliche Erwähnung des Namens Osterichi mit dem Slogan: „Tausend Jahre Österreich“. Im Jahre 1976 war das tausendjährige Jubiläum der Einsetzung Leopolds I. zum Marktgrafen von Österreich gefeiert worden. Schon 1946 hatte man 950- Feiern ausgerichtet, damals vor allem mit dem Ziel, das österreichische Nationalbewusstsein zu stärken.

Die älteste bekannte schriftliche Nennung des Namens stammen aus der in Bruchsal ausgefertigten Urkunde zur ottonischen Schenkung, gerichtet an Gottschalk von Hagenau, dem Bischof von Freising, vom 1. November 996, der Ostarichi-Urkunde. Die Urkunde wird heute im Bayrischen Hauptstaatsarchiv in München aufbewahrt.

„Ostarichi“ ist die früheste bekannte Form des Wortes, aus dem der spätere Name für Österreich entstanden ist. Ursprünglich bezeichnete es im 10.Jahrhundert eine Region im Herrschaftsgebiet der babenbergischen Markgrafen im Herzogtum Bayern im Südosten des Ostfränkischen Reiches. Die exakte Etymologie des Wortes „Ostarichi“ wie diese östliche Grenzregion (Awarenmark) bezeichnet wurde, ist unklar.

Es gilt als volkssprachliche Übersetzung für die in lateinischen Texten verwendete Machia orientalis (Östliche Mark) „richi“, „rihi“ ist hier nicht mit Reich im heutigen Sinne zu übersetzen, sondern für einen direkt dem Herrscher gehörenden Landstrich. Die Kernregion im ursprünglichen bayrischen Siedlungsgebiet westlich der Enns wurde im Gegensatz dazu stets mit dem Wort Gau, (Gewi, bayrisch Gai) bezeichnet (z,B. Isengau, Künziggau, Chimgau, Pongau, Vinschgau usw.) Naheliegend ist dann die Deutung als „Land im Osten“ vergl. Austri, den germanischen-mythologischen Zwerg des Ostens, und Austrasi, das Ostfrankenreich. Im Jahre 1147 werden auf einer Urkunde König Konrads II., die  Markgrafen  von  Österreich als „Austrie marchionibus“ bezeichnet. Dieses erstmals im  lateinischen  Kontext gebrauchte Wort ist nicht lateinischer Herkunft (die Ähnlichkeit mit lat. austar „Südwind“ ist zufällig),  sondern von einem altgermanischen „austar-, althochdeutsch östar- östlich, im Osten“ abzuleiten, als Landesbezeichnung lateinisiert Austria. Alternative hierzu war bis ins Hochmittelalter umgangssprachlich auch die Übersetzung von Marchia orintalis. Die Namensgebung wandelte sich allmählich zu „Marcha Austrie“ Österreichische Mark genannt.

  Das Kaiserreich Österreich gab es ja erst ab 1804 als Franz II. aus dem Hause Habsburg-Lotringen letzter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (König von Böhmen, Kroatien und Ungarn) diese Würde zurücklegte. Grund war, dem Hegemoniestreben des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte in Mitteleuropa zu begegnen und einem Statusverlust vorzubeugen. Er nahm 1804 den Titel eines erblichen Kaisers von Österreich an und wurde als solcher als Franz I. bezeichnet, führte aber bis 1806 den Titel eines erwählten Römischen Kaisers weiter (i bin verlassen ganz vom Römischen Kaiser Franz - 1809 wart er das nicht mehr).  Seine Erklärung vom 6. August 1806, womit er das Reich (das 962 mit der Kaiserkrönung Ottos I. seinen Anfang genommen hat) für erloschen erklärte und „die deutsche Kaiserkrone und das Reichsregiment niederlegte, die Churfürsten, Fürsten und übrigen Stände, wie alle Angehörigen und Dienerschaften des deutschen Reiches, ihrer bisherigen Pflichten entbindet“ stand unter der Sorge, die Reichskrone könne in französische Hände und seine österreichischen Länder im Reich könnten de jure unter napoleonische Herrschaft gelangen.

Soweit ein etwas lang geratener geschichtlicher Abriss (den man noch verlängern könnte) über die Entstehung des Namens Österreich (Kaisertum). Feststeht eines - Margarethe von Tirol (Maultasch) übergibt am 26. Jänner 1363  Tirol an ihren Verwandten Rudolf IV. (und seinen Brüdern) genannt der Stifter, Herzog und selbsternannter Erzherzog von Österreich. Jetzt kann sich jeder selbst ein Bild darüber machen. (Näheres siehe 53. Sandwirtsbrief)

Nach diesem Überblick mit was sich der Obmann des Andreas Hofer – Bundes Tirol  unter anderem so zu beschäftigen hat, bleibt nur eines zu sagen:

Man muss das Geschehene kennen, man muss auch das Gestern denken, wenn man das Morgen wirklich gut und dauerhaft gestalten will.   (Adenauer)

 

 

 

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